Christinas Blog

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So räumen den Kühlschrank richtig ein

20. September 2017 - Küche und Co -

„Cool bleiben“ ist oft ein gut gemeinter Ratschlag für Menschen in heiklen Situationen.
Bei diesem Vorsatz bleibt es allerdings dann meistens auch.
Lebensmittel und Getränke hingegen bleiben ganz automatisch cool. Vorausgesetzt man lagert sie richtig im Kühlschrank.

Kühlschrank macht dich kalt

Die vage Hoffnung von Verbrauchern ist es immer, dass die eingekaufte Ware möglichst schnell auf eine einheitliche Temperatur heruntergekühlt werden, sobald sie im Kühlschrank verstaut werden! Die genaue Position im Kühlschrank spielt dabei keine Rolle!“
Viele Verbraucher hätten noch nicht begriffen, dass im Kühlschrank ein beachtliches Temperaturgefälle (bis zu 10 °C) herrscht. Die Anordnung der Fächer, der Glasplatte und des Gefrierfachs geschieht nicht zufällig. Jede Abteilung besitzt ihre eigene Temperaturzone. Die Lagerung von Lebensmitteln und Getränken an der richtigen Stelle spielt also entgegen landläufiger Meinung eine enorm wichtige Rolle. Das Bundesverbraucherschutzministerium empfiehlt daher ausdrücklich, Lebensmittel am Einkaufstag sofort zu verbrauchen, wenn die nötige Kühltemperatur bei der Lagerung nicht gewährleistet werden kann.
Andernfalls erfüllt der Kühlschrank nicht seinen Zweck: Lebensmittel so lange haltbar und genießbar zu machen wie möglich.Tristar KB-7392

Das Prinzip des Kühlschranks

Überhaupt kann ein Kühlschrank nur so gut sein, wie der ihn bedient. Da verdampft im Kühlschrank schon extra in dafür angelegten Rohrschlangen ein Kältemittel bei einem Siedepunkt von -30 °C, entzieht damit dem Inneren die Wärme und sorgt gemäß physikalischen Gesetzen dafür, dass die warme Luft nach oben steigt und die kalte Luft nach unten sinkt. Und dennoch räumen wir unsere Sachen kreuz und quer ein anstatt uns die Temperaturzonen zu Nutze zu machen.
Im Prinzip ist die ständige Luftzirkulation für den Verbraucher ganz einfach auf den Punkt gebracht:
Oben herrschen warme Temperaturen, unten kalte. Einzige Ausnahmen bilden das so genannte Gemüsefach und die Kühlschranktür. Dank der Glasplatte kann die kalte Luft nicht weiter nach unten sinken. Die Folge: Es wird wieder wärmer. Bei der Kühlschranktür kommt noch die Entfernung zum Verdampfer dazu. Je weiter der Verdampfer von einem Punkt entfernt ist, umso weniger kann er die Wärme entziehen.

Die „Klimazonen“ im Schrank

In Zahlen ausgedrückt bedeutet das für einen handelsüblichen industriell hergestellten Kühlschrank Folgendes:

  • Oberstes Fach: Hier herrscht eine konstante Temperatur von ca. 8 °C
  • Mittleres Fach: Hier herrscht eine konstante Temperatur von ca 5 °C
  • Direkt über dem Gemüsefach: Hier herrscht eine konstante Temperatur von ca. 2 °C
  • Im Gemüsefach herrscht eine konstante Temperatur von ca. 8 °C
  • Kühlschranktür: Hier herrscht eine konstante Temperatur von ca. 9 °C
  • Gefrierfach: Logischerweise herrschen bei einem vorhandenen Gefrierfach Temperaturen um den Gefrierpunkt

Lebensmittel- Tetris

Anhand dieser konkreten Zahlen kann sich ein Verbraucher natürlich orientieren beim Füllen seines Kühlschranks. Er muss nicht mehr wie bisher Tetris spielen und die Lücke suchen, um den letzten Joghurt noch irgendwo hineinzuquetschen. Ohnehin sollte der Kühlschrank nicht allzu voll geschlichtet werden. Zwar wird durch die geringere Luftzirkulation – wie vielfach angenommen – nicht mehr Strom verbraucht. Im Gegenteil: Je engmaschiger die Waren nebeneinander lagern, desto weniger warme Luft kann z. B. durch das Öffnen der Kühlschranktür, ins Innere gelangen. Und je weniger warme Luft ins Innere gelangen kann, desto weniger Luft muss heruntergekühlt werden.
Ein überfüllter Kühlschrank stört allerdings die Luftzirkulation, so dass sich die Wärme/Kälte im Kühlschrank nicht so verteilen kann wie sonst. Das Temperaturgefälle ist dann niedriger.
Im Idealzustand gibt es für jede Ebene Lebensmittel, die dort bevorzugt gelagert werden können:

  • Oberstes Fach: Im obersten Fach sind Käse, Marmelade, angebrochene Speisen, Eier und Butter am besten aufgehoben
  • Mittleres Fach: Hierhin gehören Quark, Sahne, Joghurt, Milch und sonstige Milchprodukte
  • Unterstes Fach: Schnell verderbliche Waren wie rohes Fleisch, Fisch, Wurst/Hackfleisch etc. finden hier ihren Platz
  • Gemüsefach: Im Gemüsefach lässt sich Gemüse – fast alles bis auf Südfrüchte – platzieren
  • Türfach: Getränke, Dressing, Soßen, Senf und Ketchup sind gute „Türsteher“
  • Gefrierfach: Ins Gefrierfach kommt alle vom Hersteller gekennzeichnete Tiefkühlkost (Eis, Torten etc.)

Du musst draußen bleiben

Solche Empfehlungen hören manche Kühlschrankbesitzer jetzt vielleicht zum ersten Mal. Vor allem, weil viele generell dazu neigen den Kühlschrank als Allzweckwaffe anzusehen, mit dem alles konserviert werden kann. Manche Dinge gehören aber einfach nicht in einen Kühlschrank.
Bananen, Mangos Ananas, Zitronen und Tomaten beispielsweise sind nicht geeignet für den Kühlschrank. Sie enthalten zu viel Wasser und werden daher ganz schnell anfällig beim Verderben.
Das gilt auch für Zwiebeln und Kartoffeln.

Schutzlos im Kühlschrank ausgesetzt

Bei diesen Gemüsearten nützt auch das Einpacken in Plastikbeutel oder Frischhaltefolie wenig. Generell ist das Lagern mit Verpackung allerdings sinnvoll. Haben Sie bereits Lebensmittel verbraucht und wollen Reste im Kühlschrank lagern? Dann ist Frischhaltefolie immer ein guter Ratgeber, um die Ausbreitung von Keimen und Bakterien zu verhindern.

Der Kühlschrank Putztrupp

„Wir reinigen den Kühlschrank sowieso regelmäßig!“ heißt es dann oft entschuldigend, wenn auf die Verpackung beim Lagern von angebrochenen Lebensmittel verzichtet wird. Wenn der modrige Geruch dann schon in die Wohnung dringt, ist es aber bereits zu spät. Hier sollte man präventiv tätig werden und mit Essigreiniger Bakterien und Keimen zu Leibe rücken. Denn die Säurenote im Essig ist für potentielle Keime lebensfeindlich.

Mit all diesen Tipps können Sie jetzt ganz cool bleiben und Ihren Kühlschrank optimal nutzen.